Am Samstag, den 09. Mai fanden in Erbach die Relegationsspiele des Tischtennisbezirks Ulm statt unter letztmaliger Leitung des scheidenden Ressortleiter Mannschaftssports Peter Aulkemeyer, der nach jahrzehntelanger ehrenamtlicher Tätigkeit dieses Amt niederlegen wird pünktlich zur Fusion zum Bezirk Ostwürrtemberg. Lieber Peter, vielen Dank für Alles!
Am Sonntag musste sich Staig als 2. der Verbandsoberliga Gr. 2 mit der zweiten und ersten Freiburger Mannschaft in zwei Nervenkrimis behaupten...
Relegation Erwachsenen Bezirksklasse Gr. 1
TSV Obenhausen - SF Rammingen 9:3
Durch die Absage des ASV Bellenberg als 2. der Kreisliga A Gr. 1 gab es hier nur eine Partie zwischen dem TSV Obenhausen (8. der Bezirksklasse Gr. 1) und den SF Rammingen (2. der Kreisliga A Gr. 4). Favorit Obenhausen setzte sich hier recht deutlich mit 9:3 durch und feierte den Klassenerhalt. Rammingens Nummer 1 Denes Bartos spielte mit seinem unangenehmen Spiel aber sehr stark auf und hielt das vordere Paarkreuz von Obenhausen gut in Schach, seine Teamkollegen konnten aber nicht ganz auf "Bezirksklasse-Niveau" agieren. Eine Art Vorentscheidung brachten aber schon die Doppel, als der Favorit nicht einen Satzverlust hinnehmen musste.
Relegation Erwachsenen Bezirksklasse Gr. 2
SC Berg II - SG Nellingen 9:3
SG Nellingen - Sport-Club Bach 6:9
Sport-Club Bach - SC Berg II 5:9
Die Relegation um die Bezirksklasse Gr. 2 war die einzig vollbesetzte Relegationsausspielung im Ulmer Bezirk mit drei Mannschaften. Zu Beginn setzte sich der 2. der Kreisliga A Gr. 2 Berg gegen den 2. der Kreisliga A Gr. 3 Nellingen durch. Danach musste sich Nellingen endgültig von Aufstiegsträumen verabscheiden nach der knappen Niederlage gegen Bach, die allerdings knapper ausgefallen ist als erwartet, da Nellingen auf zwei Stammkräfte auf den Positionen 4 und 5 verzichten musste und damit als Außenseiter in dieser Ausspielung galt. Im Entscheidungsspiel Bach-Berg ging es dann oftmals sehr knapp zu, es gab zahlreiche fünfte Sätze und beide Mannschaften hätten hier den Aufstieg (aus Sicht von Berg) bzw. den Klassenerhalt (aus Sicht von Bach) realisieren können. Am Schluss wurde es ein Aufsteiger, der SC Berg II steigt in die Bezirksklasse auf durch ein 9:5!
Relegation Bezirksliga
TSV Seissen - TSV Neu-Ulm 8:8
Die wohl dramatischste Entscheidung gab es um die Bezirksliga in einem Entscheidungsspiel durch die Absage des TTC Senden-Höll zwischen Seissen (2. Bezirksklasse Gr. 2) und Neu-Ulm (8. Bezirksliga). Bei einem Unentschieden entscheiden bekanntlich die Sätze und hier hatte der Herausforderer Seissen aus der unteren Spielklasse mit 33:30 knapp die Nase vorn. Es hätte auch schon früher entschieden sein können, Seissen führte bereits mit 8:4 und musste nochmal zittern. Matchwinner war ihr Topspieler Manuel Kühnle, der ungeschlagen an vier dieser acht Zähler insgesamt beteiligt war. Die Neu-Ulmer ließen sich der guten Laune aber nicht berauben und waren eine absolute Bereicherung für die Veranstaltung in Erbach.
Relegation Oberliga Baden-Württemberg
FT V. 1844 Freiburg I - FT V. 1844 Freiburg II 10:0
SC Staig - FT V. 1844 Freiburg II 6:4
FT V. 1844 Freiburg I - SC Staig 4:6
Zu Beginn der Veranstaltung schenkte im Prinzip Freiburg II gegen ihr erstes Team diese Partie mit einer nicht konkurrenzfähigen Mannschaft ab, 30:0 und 10:0 Spiele stand dann in der Endabrechnung für die "Erste" zu Buche. Dass Staig dieses Ergebnis nicht erreichen können wird, war von Beginn an klar gegen ein deutlich verstärkt antretendes zweites Team - es gab zahlreiche fünfte Sätze und hätte wohl auch Unentschieden ausgehen können, Staig rettete aber ein 6:4 ins Ziel.
In der Höhle der Löwen, die Ausspielung fand nämlich auch noch in der Freiburger Burdahalle statt, gab es nun wie erwartet das Entscheidungsspiel Freiburg I als 8. der Oberliga gegen den 2. der Verbandsoberliga Gr. 2 aus Staig. Hier rückte Thomas Huber für Dominik Keller in die Aufstellung, ansonsten blieb es bei der Besetzung aus der 1. Partie mit Gerd Richter, Damian Zech und Tom Duffke. Das Spiel schien nach zwei Fünfsatzsiegen der Staiger zur 5:2-Führung schon entschieden, dass die Freiburger aber eine hohe Qualität mit Sven Hennig, Lukas Luchner, ihrem erfahrenen Anführer Stefan Hugger und dem Ex-Staiger Nico Wenger besitzen, war schon vorneherein klar... So kam es dann auch, Damian Zech verpasste die vorzeitige Entscheidung nach 2:0-Satzführung gegen Luchner und verlor noch 2:3, im Duell der Linkshänder gewann Hugger gegen Duffke 3:1 und so kam es zum Entscheidungsspiel Wenger-Huber, Staig brauchte dringend ein 6:4, ein 5:5 hätte nicht gereicht, dafür hatten ja die Freiburger in dem angesprochenen ersten Spiel gesorgt... Erschwerend kam hinzu, dass Thomas Huber und Nico Wenger sich in- und auswendig kennen und auch befreundet sind, zumal in zahlreichen Heimspielen die Eltern von Nico den Staigern in der Altheimer Gemeindehalle regelmäßig die Daumen drücken, aber so läuft es manchmal im Sport - man kann nicht immer nur gegen Leute antreten, die einem "egal" sind und man sieht sich oft mehrmals, auch in unterschiedlichen Trikots gegenüber.
Dass es dann kein schnelles 3:0 für einen der beiden Spieler wurde, war irgendwie schon klar und hätte nicht zum Drehbuch dieser Relegation in Freiburg und der nun vergangenen Spielzeit gepasst. Mit 14:12 im 4. Satz wendete Huber die Niederlage auf der letzten Rille ab, als Wenger schon 2:1 führte... und der Staiger gewann auch knapp im 5. Satz zum sicheren Oberligaaufstieg in einer wahren Nervenschlacht, während die Freiburger nun hoffen müssen, "am grünen Tisch" noch in der Oberliga Baden-Württemberg verbleiben zu können. Herzlichen Glückwunsch an Staig, die einigen Verletzungssorgen Stand gehalten haben und noch knapp den Aufstieg als bestes Herrenteam im bald ehemaligen Bezirk Ulm feiern durften.